»Projektil« — ist eine internationale Vorle- sungsreihe an der Bauhaus-Universität, Weimar. Sie wurde 2007 von Studenten der Fakultät Gestaltung initiiert, um eine damals ausstehende Grafik-Design-Professur auszu- gleichen. Aufgrund des enormen Erfolgs und der nach wie vor bestehenden Nachfrage wird diese Veranstaltung seitdem jährlich an- geboten und die Organisation unter den Stu- denten weitergereicht. Neben Vorträgen von füh- renden Persönlichkeiten aus verschie- denen kreativen Bereichen werden auch mehrtägige Workshops für alle interessierten Studieren- den angeboten. Dies bietet den Studierenden nicht nur eine Inspirationsquel- le sondern auch die Möglichkeit Kontakte für Praktika oder gar Mitarbeiterstellen zu knü- pfen und den Einblick in den Arbeitsalltag sowie Arbeitsweisen des jeweiligen Refe- renten zu bekommen.
Das Projektil wird abgeschossen und fliegt auf seiner Flugbahn. Auch der Gestalter hat einen Weg. Aufgaben werden gegeben und Lösungen gesucht. »We'll be right there« ist das schöne Gefühl der Lösung nahe zu sein. Es ist aber auch das Gefühl einer jungen Ge- neration, die sich im Aufbruch befindet und neue Wege gehen will. Es kann sein, dass man nie ankommt, aber man war unterwegs. Gestaltung ist ein Prozess. Fortschritt und Rückblick sind Teile dieser Entwicklung. Ebenso wie Inspiration oder Zitat, wenn man ehrlich ist. »Same, same but different.« Ist man also schon da gewesen und weil es alles schon gab, fehlt der Platz für das Neue? Jedem Projekt folgt ein Projekt. Als Gestalter muss man darauf stets neue Antworten fin- den und trotzdem hat man das Gefühl, als hätte es jede Lösung schon gegeben. Fort- schritt, Geschwindigkeit, Austauschbarkeit - sich ausprobieren solange man kann, bis das Projektil am vermeintlichen Ziel einschlägt.
»Bin mir nicht sicher, ob es Segen oder Fluch ist, aber es fällt mir schwer einfach zu entspannen und kulturelle Güter auf mich wirken zu lassen. Mein Kopf ist meistens damit beschäftigt die Einflüsse in etwas zu übersetzen, das ich gestalterisch nutzen kann. Das kleinstädtische Amerika der ‚Gilmore Girls', 80er Jahre High School Stereotypen oder die Tanzmoves in ‚Breakfast Club', artifizielle suburbane Siedlungen, Marvel Comics – ich bin fasziniert von all diesen und noch weiteren Produkten unserer Zivilisation.«
Sebastian Pataki ist ein Grafikdesigner mit einem multidisziplinären Ansatz, lebt und arbeitet in Amsterdam und ist total verrückt nach Katzen. Als ein ‚Bricoleur', ist er immer auf der Suche nach dem Sonderbaren, dem Abnormalen und nach Fehlern, um sie visuell zu verarbeiten. Unter anderem hat er mit den Studios HORT (D), Pixelgarten (D) und Trapped in Suburbia (NL) gearbeitet.
www.mrpataki.com— Workshop